Produkte

Services

Projekte

Firma

 

 

Messstationen für alpine Naturgefahren

 

 
     
 

Bedeutung von Messungen im integralen Risikomanagement

Der Begriff des integralen Risikomanagement hat im Umgang mit alpinen Naturgefahren in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dies bedeutet, dass die verschiedenen Massnahmen und Abschnitte im Kreislauf von Vorbeugung, Bewältigung und Regeneration eines Naturgefahren-Ereignisses stärker als Ganzes betrachtet und - meist aufgrund ihrer Kosteneffizienz - gegeneinander abgewogen und ausgewählt werden. Dieser Ansatz führt in vielen Situationen zu einer stärkeren Gewichtung von temporären und organisatorischen Massnahmen zur Verringerung des Schadenpotentials (wie etwa Warnung, Sperrungen und Evakuationen etc.) gegenüber permanenten Massnahmen zur Verringerung der Auftretenswahrscheinlichkeit (wie etwa Verbauungen, Dämme, Galerien etc.).

Aus diesem Grund gewinnt auch die Verfügbarkeit von geeigneten und guten Messdaten an Bedeutung, stellen diese doch eine unerlässliche Grundlage für eine gute Situationsbeurteilung und Warnung ebenso wie für Massnahmen wie Sperrungen oder Evakuationen dar. Dabei geht es darum, den Sicherheitsverantwortlichen qualitativ gute Messungen von geeigneten Standorten, in passender Form, zeitgerecht und mit hoher Zuverlässigkeit zur Verfügung zu stellen. Nach diesem Anspruch richtet sich das Konzept unserer Messstationen für alpine Naturgefahren.

 

 
     
 

Stationskonzept automatischer Messstationen

Unsere automatischen Messstationen sind in Ausführung und Ausstattung auf einen langjährigen Betrieb unter Hochgebirgs-Bedingungen ausgelegt. Die leistungsfähige Solarspeisung sowie die vielfältigen Kommunikationsvarianten erlauben einen autonomen Betrieb und damit grösstmögliche Freiheit in der Wahl eines optimalen Standortes. Der durchdachte, robuste mechanische Aufbau und das ganze Stationskonzept sind auf eine effiziente Installation und einen wartungsarmen Betrieb ausgerichtet. Die vollständige Fernwartbarkeit, zahlreiche eingebaute Kontrollfunktionen und die hohe Qualität der verwendeten Komponenten und Materialien garantieren eine hohe Verfügbarkeit der Messdaten. Damit dienen sie den Experten für die Sicherheit von Siedlungen, Verkehrsachsen sowie touristischen und industriellen Infrastrukturen im Gebirge als wertvolles Instrument für ihre verantwortungsvolle Aufgabe.

 

 
     
 

Einsatzbereiche

Die von unserer Partnerfirma AlpuG entwickelten Schnee- und Windstationen vom Typ "IMIS" dienen der professionellen Lawinenwarnung. Mit über 150 Stationen im Interkantonalen Mess- und Informationssystem für die Schweizer Lawinenwarnung sowie zahlreichen weiteren Installationen im benachbarten Ausland und in Übersee haben sich diese Stationen mittlerweile in über 15 Jahren Betrieb bestens bewährt.

Die Verfrachtung von Schnee durch den Wind ist ein wichtiger Faktor in der Lawinenbildung. Durch die Ausrüstung mit dem von unserer Partnerfirma IAV Engineering entwickelten akustischen Driftsensor FlowCapt liefern unsere Driftstationen eine wertvolle Information zur Beurteilung der Lawinensituation in Hängen mit starker Verfrachtung.

Durch die Klimaerwärmung gewinnen die Sommernaturgefahren gegenüber den Lawinen im Alpenraum zunehmend an Bedeutung. Unsere Niederschlagsstationen dienen der Beurteilung von Wasser-Naturgefahren wie Hochwasser und Murgängen.

Ein ebenso aktuelles Thema in diesem Kontext ist der Rückgang des Permafrost in den Alpen. Unsere Permafrost-Monitoring-Systeme liefern verlässliche Daten zur Beurteilung dieses Prozesses, welcher oftmals für Bauwerke im Hochgebirge entscheidend ist.

Auch das Abschmelzen von Gletschern verursacht zunehmend Gefahren für darunter liegende besiedelte Gebiete oder technische Infrastruktur. Je nach genauer Situation bieten wir verschiedene Lösungen für die Überwachung von Gletschern oder Gletscherseen.